L' ALCACE / LE PAYS, 22. März 2007

 

von J. J. Scheubel

 

(Übersetzung aus dem Französischen)

 

"D' Luschtpilla", ein beispielloses und Aufsehen erregendes Stück

 

Eine gelungene Premiere für das "Théatre Alsacien de Cernay" (TAC), das vor einem begeisterten Publikum sein neuestes Stück "D' Luschtpilla" spielte: Eine mit Wirrwarr gespickte Komödie, manchmal gewagt, aber nie vulgär.

 

Die amüsante Komödie von Erika Kainberger-Kapeller, die von Jean-Pierre Fellmann ins Elsässische übersetzt wurde, hat absolut nichts mit den Stücken zu tun, die gewöhnlich in der Elsässischen Szene gespielt werden. Hier haben wir nicht das übliche "verrückte Lachen", sondern ein angenehmes Lachen eines interessierten Publikums, eine wohlgefällige und anziehende Sensation. Und das Premierenpublikum sollte seine Verwandten und Bekannten auffordern, in eine der Folgevorstellungen zu kommen! (...) Man findet eine Geschichte mit verschiedenen Individuen, die ohne Tabus die sexuelle Leistungsgesellschaft zur Sprache bringen, ein sehr aktuelles Thema in unserer Gesellschaft. (...)

 

Jean-Pierre Fellmann hatte die "Frechheit", diese Komödie in Cernay auf die Bühne zu bringen, und das Publikum hat sich darüber gefreut. Die Handlung spielt hauptsächlich in der Praxis einer Urologin, der Hauptfigur des Stücks. Die Spezialistin ist deutlich überfordert von zwei verheirateten Männern. (...) Zudem suchen deren Ehefrauen ebenfalls Rat bei der Urologin: Die eine beschwert sich über die ehelichen "Pannen" ihres Gatten und die andere möchte die Gelüste ihres Mannes bremsen, da sie schon zum siebenten Kind schwanger ist. Dazu kommen eine junge, attraktive Frau, die ihren Senf dazu gibt, sowie der Freund der Urologin, ein Stubenhocker. Kann eine kleine blaue Pille Wunder wirken?